Australien
(engl.
und
lat. Australia,
abgeleitet von lat. terra australis „südliches Land“, offizieller
Name Commonwealth of Australia, dt. Australien) ist der
flächenmäßig sechstgrößte
Staat der Erde. Es
liegt auf der
Südhalbkugel
nordwestlich von
Neuseeland und
südlich von
Indonesien,
Osttimor,
West-Papua und
Papua-Neuguinea und
umfasst die Hauptlandmasse des
Kontinents
Australien sowie
die vorgelagerte Insel
Tasmanien und
einige kleinere Inseln. Darüber hinaus gehören noch die
pazifische
Norfolkinsel, die
Kokosinseln, die
Weihnachtsinsel und
die
Ashmore- und Cartier-Inseln
im
Indischen Ozean
sowie das
australische Antarktisterritorium
und die subantarktischen Inseln
Macquarieinsel und
Heard- und McDonald-Inseln
als „Außengebiete“ zum Australischen Bund.
Australien wird (hauptsächlich in
Australien selbst) auch als
Oz (lautmalerische
Abk. von „Australia“)
bezeichnet. Ebenso gibt es die Sammelbezeichnungen
Down Under und
Australasia (A'sia), welche Australien und
Neuseeland
zusammenfassen.


Geographie

Satellitenbild Australiens
Geografie Australiens
Die Gesamtfläche des Landes umfasst etwa
7,7 Millionen Quadratkilometer. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3.700
km, die West-Ost-Ausdehnung ungefähr 4.000 km. Geographisch lassen sich
drei Großlandschaften unterscheiden. Das Tafelland des Westaustralischen
Plateaus nimmt etwa 60 Prozent des Kontinents ein. Hier liegen die großen
Trockengebiete der
Großen Sandwüste,
der
Gibsonwüste, der
Großen Victoriawüste
und der
Nullarbor-Wüste.
.jpg/799px-Uluru_Australia(1).jpg)
Sonnenuntergang am
Uluru
(„Ayers Rock")

Kleinere Gebirge wie die
MacDonnell Ranges
und
Inselberge wie der
Uluru
überragen das Plateau. Im Osten schließt sich das
Sedimentbecken der
Mittelaustralischen Senke an. Hier findet man mit der
Simpsonwüste sowohl
die trockenste Region des Landes als auch das größte Fluss-System, das
Murray-Darling-Becken.
Der Osten des Landes ist von der
Great Dividing Range
geprägt, die sich über 3.200 km von Norden nach Süden erstreckt. Auch
Tasmanien kann als Teil dieser Gebirgskette angesehen werden. Mit 2.229 m
befindet sich in den zur Great Dividing Range gehörenden
Snowy Mountains der
höchste Berg des Kontinents, der
Mount Kosciuszko.
Der höchste Berg und gleichzeitig der einzige Vulkan auf australischem
Hoheitsgebiet ist mit 2.745 m der auf der unbewohnten Insel Heard gelegene
Big Ben.
Ein Großteil der westlichen und
zentralen Landesteile ist unbewohnbar, im
Outback findet sich
Platz für extensive Weidewirtschaft – 130 Mio.
Schafe und 25 Mio.
Rinder.
Die Hauptstadt
Canberra (308.700
Einwohner) ist eine eigens angelegte Stadt (Planhauptstadt)
zwischen
Sydney und
Melbourne,
da diese beiden Städte sich nicht einigen konnten, welche die Hauptstadt
sein sollte.
Die größten und bekanntesten Städte sind
Sydney (3,7 Mio.
Ew.),
Melbourne (3,6 Mio.
Ew.),
Brisbane (1,7 Mio.
Ew.),
Perth (1,4 Mio.
Ew.) und
Adelaide
(1,1 Mio. Ew.).
Siehe auch:
Liste der Flüsse in Australien,
Liste der Seen in Australien,
Liste der Städte in Australien

Seitenanfang

Klima
Aufgrund der großen Nord-Südausdehnung
des Landes finden sich hier sehr unterschiedliche
Klimazonen. Der
Norden ist
tropisch, es
schließt sich ein
subtropisches
Gebiet an, im Süden ist das Klima
gemäßigt. Wetter
und Klima werden hauptsächlich von drei Phänomenen bestimmt, dem
Tropischen
Tiefdruckgürtel,
der
Passatwindzone
und den Subpolaren Westwinden.
Im Sommerhalbjahr von November bis April
treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf.
Zusätzlich kommt es über der
Timorsee zu
Wirbelstürmen.
Südaustralien liegt zu dieser Zeit im
subtropischen Hochdruckgürtel
und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis
Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines
Hochdruckgebiets
trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der
Westwindzone und
sind
Niederschlägen
ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig
Steigungsregen.
Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig
weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind
semiaride und
aride
Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr.
Der 1. Januar 2006 wurde in Australien
als der heißeste Jahresanfang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr
1858 festgestellt.
In Sydney selbst wurden an der offiziellen Station am Observatory Hill um
16:24 h Höchsttemperaturen von 44,7 Grad Celsius gemessen. Der
Januar-Temperaturrekord von 45,3 Grad vom 14. Januar
1939
blieb unangetastet. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes geht 2005
als das heißeste Jahr in der australischen Geschichte seit
Aufzeichnungsbeginn der Wetterdaten im Jahr 1858 ein. In den ersten zehn
Monaten 2005 lagen die Werte um 1,03 Grad Celsius über dem
30-Jahres-Mittel. Seit 1988 ist ein deutlicher Trend zu höheren
Durchschnittstemperaturen festzustellen.
Das südöstliche Australien ist das
bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen
Ozonlochs.

Flora und Fauna
Fauna
Australiens
Auf dem australischen Kontinent, der
seit über 200 Millionen Jahren durch Ozeane von der übrigen Welt getrennt
ist, konnte sich eine eigene große Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren
entwickeln. Zeugnis dieser isolierten Entwicklung sind z.B. die
Beutelsäuger (auch
Beuteltiere; engl.: marsupials) Australiens, die ansonsten nur noch in
Süd- und
Nordamerika
vertreten sind.
Von den rund 20.000 heimischen
Pflanzenarten in Australien sind ca. 85 % ausschließlich auf diesem
Kontinent zu finden. Typisch für die australische Vegetation sind die
Eukalyptus- und
Akazienbäume, von
beiden gibt es über 600 Arten. Der schnellwüchsige und anspruchslose
Eukalyptusbaum kommt in den verschiedensten Umgebungen vor, auch im heißen
und trockenen Zentralaustralien. Die Größe variiert von Buschhöhe bis zu
90 m. Im Südosten von Australien gibt es ausgedehnte Waldgebiete, die
dichteste Vegetation findet sich in den tropischen Regenwäldern von
Nordqueensland. Starke Abholzung führt zu einer Gefährdung des Bestandes
und bedroht die Artenvielfalt in den Wäldern. In Trockengebieten
Westaustraliens kommt der
Baobab-Baum vor,
auch Flaschenbaum genannt, der in seinem Stamm Wasser speichern kann.
Weite Flächen des Landesinneren sind von
Grasland geprägt,
die bedeutendste Pflanzengesellschaft hier ist das
Spinifex-Grasland,
das etwa ein Viertel der Landesfläche einnimmt.
Typische Vertreter der australischen
Tierwelt sind die Beuteltiere. Bekannte Vertreter sind die
Kängurus mit über
40 Arten, der
Koala, der
Wombat, der
Tasmanische Teufel
oder Beutelteufel, die
Beutelmaus und die
Gattung der
Kletterbeutler (Possums).
Einzigartig auf der ganzen Welt sind Eier legende Säugetiere (Kloakentiere),
die nur in Australien und Neuguinea vorkommen, in Australien vertreten
durch das
Schnabeltier (engl.
Platypus) und den
Ameisenigel (engl.
Echidna). Vor der Besiedlung Australiens durch den Menschen waren
Plazentatiere nur durch
Fledermäuse,
Flughunde,
Robben und
Nagetiere
vertreten. Durch den Menschen eingeführte Tiere wie
Hunde,
Katzen,
Kaninchen,
Kamele,
Füchse,
Aga-Kröten usw.
stellen heute allerdings eine starke Gefährdung für die australische Fauna
dar, vor allem für kleinere heimische Säuger, die der Konkurrenz und dem
erhöhten Raubdruck nicht gewachsen sind. Nutztiere wie
Schafe und
Rinder machen den
einheimischen Tieren den Lebensraum streitig, da für deren Ernährung
besonders in den steppen- und wüstenartigen Gebieten riesige Flächen
benötigt werden. Die Vogelwelt Australiens mit den zahlreichen Papageien (Wellensittiche,
Lories,
Kakadus) und dem
australischen Eisvogel (Kookaburra)
ist sehr artenreich. Reptilien sind vor allem mit
Schlangen,
Schildkröten,
Krokodilen und
Echsen vertreten.
Zwei Drittel aller Schlangenarten, die auf dem australischen Kontinent
beheimatet sind, sind giftig und 25 Arten für den Menschen gefährlich,
beispielsweise die Giftschlangen
Taipan und
Tigerotter. Des
Weiteren sind verschiedene
Spinnenarten (Rotrückenspinne,
Sydney-Trichterspinne),
Haie und
Würfelquallen
zu nennen.
Einen einzigartigen Lebensraum bildet
auch das
Great Barrier Reef
vor der Nordostküste Australiens, mit einer Länge von 2.012 km das größte
Korallenriff der
Erde. Auch hier besteht die Gefahr einer nachhaltigen Störung des
ökologischen Gleichgewichts
durch die intensive industrielle Fischerei in den umliegenden Gewässern
und den Tourismus.
Australien reagierte auf die Gefährdung
von Fauna und Flora schon früh mit dem Einrichten von großflächigen
Naturschutzgebieten, die auch Teile des Meeres umfassen. Der schon
1879 gegründete
Royal National Park
südlich von Sydney gilt nach dem
Yellowstone National Park
als zweitältester
Nationalpark der
Welt. Rund 12 % der Landesfläche sind zu Schutzzonen erklärt worden. Elf
Gebiete gehören dem
Weltkulturerbe an.
Dazu gehören unter anderem der
Uluru-Kata Tjuta
National Park mit dem
Uluru (auch:
Ayers Rock),
das
Great Barrier Reef
und die
Blue Mountains.
|
Besonderheiten Australiens
|
|
|
|
Das Land
Australien ist das sechstgrößte Land der Welt. Es umfasst etwa die
Fläche der 48 US-Festlandstaaten und ist 50 % größer als Europa,
aber es hat die niedrigste Bevölkerungsdichte der Welt - nur zwei
Einwohner pro Quadratkilometer.
Strände
Australien besitzt über 7 000 Strände - mehr
als jedes andere Land.
|
|
Opale
|
|
Australien produziert 95% der wertvollen Opale und 99% der
schwarzen Opale der Welt.
|
|
|
Coober Pedy
|
|
Coober
Pedy in Südaustralien ist gilt als die Opal-Metropole der
Welt. Seine Bevölkerung setzt sich aus über 40 Nationalitäten
zusammen, und da es das ganze Jahr über extem heiß ist, wohnen
über 50% der Bevölkerung unter der Erde in sogenannten 'Dugouts'.
|
|
|
Kalgoorlie
|
|
Kalgoorlie in Westaustralien ist nicht nur der größte
Goldproduzent Australiens sondern hat auch die größte
politische Wählerschaft der Welt - auf einer Riesenfläche von
2,2 Millionen Quadratkilometern.
|
|
|
Schafe
|
|
140
Millionen Schafe (überwiegend Merinoschafe) auf etwa 53 000
australischen Farmen produzieren weltweit mehr als 70% der
Wolle.
|
|
|
Das
Känguru
|
|
Das
Känguru gibt es nu | | |